Sport für die Gesundheit

Ausdauersport als Prävention und Therapie

Der Mensch braucht Bewegung, um gesund zu bleiben und oft auch, um wieder gesund zu werden. Heutzutage wird allerdings ein Großteil des Tages sitzend verbracht: Im Büro, auf dem Weg zu Arbeit oder in der Freizeit zu Hause. Diese Bewegungsarmut bedeutet nicht nur einen verminderten Energieverbrauch, sondern auch eine Unterforderung des Bewegungsapparates, des Herzkreislauf-Systems, des Hormonsystems und Immunsystems. Die Folge können Erkrankungen sein, die unter dem Oberbegriff "metabolisches Syndrom" (so genanntes "Wohlstandssyndrom") zusammengefasst werden.

Unter dem "metabolischen Syndrom" versteht man das gehäufte Zusammentreffen von Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck, erhöhtem Harnsäurespiegel und Zuckerkrankheit. Ausdauertraining kann hier entgegen wirken und fördert darüber hinaus viele weitere positive Aspekte, wie beispielsweise eine sportlich-dynamische Ausstrahlung, Stressabbau, Osteoporoseprophylaxe und nicht zuletzt auch eine Erhöhung des Intelligenzquotienten. Ärzte sind immer wieder von der Vielseitigkeit und Wirksamkeit des "Medikaments Bewegung" beeindruckt.

Gewichtsreduktion und Fettstoffwechsel

Populäre Diäten mit dem Versprechen "kinderleicht und ohne Verzicht" zur Traumfigur, hören sich verlockend an. In der Praxis sind diese Diäten allerdings selten zielführend.

Regelmäßiges Ausdauertraining kombiniert mit einer bewussten, vollwertigen Ernährung führt hingegen zum Wunschgewicht – und das auch auf Dauer! Durch die körperliche Aktivität werden überflüssige Fettpolster abgebaut, indem Körperfett als Energielieferant für die Bewegung verbrannt wird. Hierbei fällt allerdings vermehrt Säure im Stoffwechsel an. Diese Säure belastet den Körper, verschlechtert die Stoffwechselleistung und verringert damit den Fettabbau. Durch den Verzehr basischer Lebensmittel, wie Obst und Gemüse, wird die Säure neutralisiert und das Milieu für einen gut funktionierenden Stoffwechsel geschaffen. Alternativ kann auch die basische Nahrungsergänzung "Basica" eingenommen werden, die basische Mineralstoffe in konzentrierter Form liefert.

Zusätzlich wird durch die Bewegung nicht nur Fett abgebaut, sondern auch Muskulatur aufgebaut, was den Körper dynamischer und jünger aussehen lässt. Sportlich aktive Menschen, egal welchen Alters, haben deshalb oft eine enorm frische und vitale Ausstrahlung.

Bluthochdruck

Eine der bekanntesten Fehlregulationen im Blutdrucksystem ist der Bluthochdruck, die Hypertonie. Sie kommt in den westlichen Industrienationen besonders häufig bei Personen mit Bewegungsmangel und Übergewicht vor.

Die Blutfettwerte (Triglycerid- und Cholesterinspiegel) werden durch eine fettreiche Ernährung negativ beeinflusst, also erhöht. Erhöhte Cholesterin- und Triglyceridwerte werden wiederum als schwerwiegende Risikofaktoren für Arteriosklerose und Bluthochdruck angesehen. Verengungen oder kleinste Entzündungen der Gefäße – oft auch Folgen übermässigen Stresses - führen ebenfalls zu einem erhöhten Blutdruck.

Ausdauersport wirkt sich gleich mehrfach positiv auf den Blutdruck aus: Sport senkt den Gesamt-Cholesterinspiegel und erhöht zugleich das positive HDL-Cholesterin im Blut. Ausserdem senkt es den Fettsäurespiegel (Triglyceride) und reduziert die Stresshormone. Die Erfahrungen zeigen bei Patienten mit Bluthochdruck, dass die Blutdruck senkenden Medikamente bei regelmässigem Ausdauertraining niedriger dosiert oder ganz abgesetzt werden können.

Diabetes

Der Blutzuckerspiegel wird im Wesentlichen durch das Hormon Insulin reguliert, welches in der Bauchspeicheldrüse produziert wird. Bei einem hohen Blutzuckerspiegel wird Insulin in die Blutbahn abgegeben und sorgt so für den Transport des Zuckers von der Blutbahn in die Zelle. Als Folge sinkt der Zuckerspiegel im Blut, der in der Zelle steigt und die Zelle kann entsprechend ihrer Funktion arbeiten. Beim Diabetes mellitus, der Zuckerkrankheit, funktioniert dieser Regelmechanismus nicht mehr.

Beim Typ I Diabetes (oft angeboren) produziert die Bauchspeicheldrüse zu wenig oder kein Insulin, sodass der Zucker zu wenig oder gar nicht aus dem Blut in die Zelle transportiert werden kann: Der Blutzuckerspiegel bleibt hoch, die Zellen dagegen bekommen zu wenig Zucker für die Energiegewinnung. Insulin muss durch Injektionen zugeführt werden, sonst ist die Person nicht überlebensfähig.

Beim Typ II Diabetes hingegen ist die sogenannte "Insulinresistenz" "erworben". Das bedeutet, dieser Diabetes-Typ ist meist die Folge von langjähriger falscher Ernährung und Bewegungsarmut. In seltenen Fällen können auch andere Erkrankungen die Ursache sein. Die Bauchspeicheldrüse schüttet zwar Insulin aus, die Empfindlichkeit der Zellen gegenüber dem Insulin ist jedoch herabgesetzt, sodass der Zucker nicht effektiv aus dem Blut in die Zellen transportiert werden kann.

Ausdauersport führt zu einer erhöhten Empfindlichkeit der Zellen gegenüber dem Insulin, sodass die Stoffwechselsituation bei beiden Diabetes Typen effektiv verbessert wird.

Stressabbau

Der Körper ist nicht den ganzen Tag über gleich leistungsbereit. Herz- und Atemfrequenz, Körpertemperatur, Blutdruck, Blutzuckerspiegel, sowie Wach- und Schlafphasen unterliegen bestimmten Rhythmen, die im Wesentlichen durch vorprogrammierte Hormonausschüttungen im Körper reguliert werden.

Neben diesen täglich gleichen Rhythmen reagiert der Mensch auf Stress, Hektik, körperliche und seelische Belastungen mit einer zusätzlichen Ausschüttung von Stresshormonen in die Blutbahn. Diese Stresshormone bewirken unter anderem einen Anstieg von Herzfrequenz, Blutdruck, Blutzuckerspiegel und befähigen den Körper kurzfristig zu einer höheren Leistungsfähigkeit. Dieser Mechanismus war früher überlebensnotwendig, wenn der Mensch in Gefahr geriet und sich verteidigen oder die Flucht ergreifen musste.

In unserer heutigen, meist sicheren Lebenswelt führt Dauerstress dazu, dass das Stresshormonlevel nicht mehr sinkt und damit Blutdruck und Herzfrequenz ständig hoch sind. Aktiv abbauen lassen sich Stresshormone nur durch Bewegung: Früher durch die Flucht – heute durch den Ausdauersport. Ein lockeres Ausdauertraining am Abend oder in der Mittagspause verbessert also nicht nur die Fitness, sondern trägt auch sehr wesentlich zum hormonellen Stressabbau bei.

Knochengesundheit

Inaktivität und eine chronische Übersäuerung des Körpers führen zum Knochenabbau: Können über Niere, Haut und Lunge nicht genug Säuren ausgeschieden werden, nutzt der Organismus die zur Verfügung stehenden Basen zur Abpufferung. Ist das System ausgereizt, greift der Körper schließlich auf die Mineralstoffe zurück, die im Knochen gespeichert sind, um die Säure zu neutralisieren. Der Knochen wird entmineralisiert, was in einer Osteoporose münden kann.

Eine regelmäßige "mechanische Belastung" des Körpers durch Bewegung, führt zu einer effektiven Ausrichtung des Knochengerüsts, sowie Einlagerung von Calcium und anderen wichtigen Mineralien in den Knochen. Hierdurch wird die Knochendichte erhöht und der Knochen widerstandsfähiger und stabiler. Der Osteoporose, dem Knochenschwund, wird damit aktiv entgegengewirkt. Das Knochengerüst bleibt jünger, als es dem biologischen Alter entspricht.